Pflegegeld/Pflegesachleistungen 
 

Die Pflegekassen halten für Ihre Mitglieder verschiedene Leistungen bereit, am wichtigsten für den Bereich Altenpflege ist das Pflegegeld und die Pflegesachleistung. Wobei der Begriff Pflegesachleistung irreführend verstanden werden kann, denn es werden keine Gegenstände geliefert, sondern mit einem ambulanten Pflegedienst abgerechnet.


Die Pflegesachleistung ist im § 36 SGB XI geregelt, das Pflegegeld regelt der § 37 Abs. 1 SGB XI.


Beratung von Pflegebedürftigen nach § 37.3 SGB XI 
 

Pflegebedürftige die Pflegesachleistungen beziehen können eine Beratung durch einen zugelassenen Pflegedienst in der eigenen Wohnung gemäß der vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen zugeteilten Pflegestufe abrufen. Dabei berät der Pflegedienst den Pflegebedürftigen und die Pflegeperson, prüft ob Hilfsmittel hilfreich wären und gibt Hinweise auf Pflegekurse. Diese Beratung soll der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden dienen.
Mögliche Abrufintervalle der jeweiligen Pflegestufe sind:

  • bei Pflegestufe I und II: alle 6 Monate
  • bei Pflegestufe III: alle 3 Monate

Die Kosten für die Beratung übernehmen die Pflegekassen.


Kombination von Pflegesachleistungen und Pflegegeld
 

Nimmt der Pflegebedürftige eine Kombination von Leistungen eines Pflegedienstes (z.B. für die Grundpflege) und selbstorganisierte Hilfe (z.B. für die hauswirtschaftliche Versorgung) wahr, so kann beide Leistungen - also Pflegegeld und Pflegesachleistungen - in Anspruch nehmen. Der nicht verbrauchte Anteil des Pflegegeldes wird hier prozentual berechnet und an den Pflegebedürftigen ausgezahlt.
Beispiel: Sollten durch die Inanspruchnahme von Pflegesachleistungen nur 60 % verbraucht sein, so werden noch 40 % vom Pflegegeld ausgezahlt. In der Pflegestufe I würde dann für unser Beispiel ein Betrag von 90 € an Pflegegeld für die Auszahlung an den Pflegebedürftigen bereitstehen.